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Wiederherstellung der Beletage im Schloss Bruchsal

Bild: Ansicht Schloss, Ehrenhof

Bild: Galeriezimmer

Bild: Garderobenzimmer

Bild: Gelbes Zimmer

Bild: Thronsaal

Fotos:
Dirk Altenkirch, Karlsruhe

  

Beschreibung

Der Speyrer Fürstbischof Damian Hugo von Schönborn ließ ab 1722 seine Residenz in Bruchsal errichten. Große Baumeister seiner Zeit und vor allem Balthasar Neumann wirkten an der ca. 50 Gebäude umfassenden Anlage mit. Am 1. März 1945 wurde bei einem Luftangriff auf die Stadt Bruchsal auch die barocke Schlossanlage zu großen Teilen zerstört.
Der Wiederaufbau realisierte eine Rekonstruktion der Außenfassaden sowie des Treppenhauses und der Prunkräume im Mittelrisalit, in der Beletage jedoch wurden damals großformatige Ausstellungsräume ohne dekorativen und rekonstruktiven Anspruch geschaffen.
Um die wertvollen, historischen Ausstattungsgegenstände, die während des Kriegs ausgelagert waren, in der Beletage wieder präsentieren zu können, wurde in Zusammenarbeit mit den Staatlichen Schlösser und Gärten B.-W. ein Gestaltungskonzept entwickelt, welches als Szenographie verstanden werden möchte. Die Supraporten, Möbel und Gemälde benötigen eine Einbindung im räumlichen Kontext, um ihre Funktion und Bedeutung in einem Gesamtzusammenhang wieder erlebbar zu machen. Hierfür wurde die historische Raumstruktur und Raumfolge durch den Einbau neuer Zwischenwände wiederhergestellt.
Elemente aus Stuck sowie die fast raumhohen Türelemente und Ofennischen gliedern Wand- und Deckenflächen.
Auf stoffbespannten Wandtafeln können die Wandteppiche restauratorisch und konservatorisch optimal präsentiert werden. Alle 17 Räume der Beletage sind klimatisiert, das nördliche und südliche Dachgeschoss musste für die Zentralen der Klimaanlagen aufwändig umgebaut werden. Neben der Klimatisierung mussten für Licht-, Brand- und Einbruchschutz eine Vielzahl von Aufgabenstellungen gelöst werden.

 
Projektdaten
  
Bauherr:
Land Baden-Württemberg, vertreten durch Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Karlsruhe

Projektleitung und Architekt:
Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Karlsruhe
Frau Claudia Reisch

Tragwerksplanung:
Bauingenieurbüro Thomas Lawo, Bruchsal

HLS Planung:
Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Karlsruhe
Herr Matthias Weber und
Herr Tobias Weber

Elektroplanung:
Ingenieurbüro Ummenhofer + Partner, Bruchsal

Vermessung:
Ing.- und Vermessungsbüro Elke Haser, Ettlingen

Gesamtbaukosten:
4,65 Mio. Euro

Bauzeit:
Ausbau der Beletage:
05/2008 - 02/2013
Museumsdidaktischer Ausbau:
05/2013 - 04/2017





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