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Karlsruher Institut für Technologie, Neubau KIT-Kindertagesstätte "KinderUniversum"

Bild: Westanansicht

Bild: Terrasse 3.OG

Bild: Nordansicht

Bild: Fensterdetail

Bild: Hof im 1.OG
Fotos: Dirk Altenkirch und Philipp Obkircher

  

Beschreibung

Das KinderUniversum Karlsruhe

Für die Mitarbeiter des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) ist in unmittelbarer Nähe zum Campus Süd eine neue Kindertagesstätte, das "KinderUniversum", für insgesamt 115 Kinder entstanden.
Dies geschah auf dringlichen Wunsch des KIT, um exzellente Wissenschaft und Familienplanung in Einklang bringen zu können.
Das Projekt wurde vollständig vom KIT finanziert.
Aufgabe war, in unmittelbarer Nähe zu der denkmalgeschützten Anlage der vormaligen Kinderklinik (einem heutigen Institutsbau) und der straßenbegleitenden Blockrandbebauung, einen Baukörper zu entwickeln, der den notwendigen Flächenbedarf erfüllen kann und sich städtebaulich einfügt.
Gleichzeitig galt es, die Belange einer Kindertagesstätte in einer innerstädtischen kompakten Lösung umzusetzen.
Die Mehrgeschossigkeit war der innerstädtischen Lage geschuldet und stellte die Planung einer KITA an dieser Stelle vor eine besondere Herausforderung.
Die Architektengruppe Bruno, Fioretti, Marquez (Berlin) wurde nach einem VOF Verfahren mit Projektskizze mit der Planung betraut.
Sie entwickelten für das Grundstück einen Solitär mit skulpturalem Anspruch und gleichzeitig hoher Funktionalität. Die massive Fassade aus hochdämmendem Leichtbeton ist geprägt durch die unregelmäßige Anordnung tief eingeschnittener Loggien und Fenster. Die schräge Traufkante führt im Straßenraum die unterschiedlichen Höhen der Nachbarbebauung zusammen.
Im Erdgeschoss befinden sich zwei Gruppen, die über ein zentrales Atrium erschlossen werden. Die weiteren sieben Gruppen in den drei Obergeschossen sind um einen Innenhof organisiert.
Große Loggien öffnen den Blick in alle vier Richtungen.
Auffallend und ebenfalls ungewöhnlich für diese Bauaufgabe ist das sehr zurückhaltende Farb- und Materialkonzept. Die Loggien, der über dem Erdgeschoss sich entwickelnde Innenhof und eine Dachterrasse erlauben auch in den Obergeschossen einen überzeugenden Außenbezug.
Die Planung der Außenanlagen wurde den Freianlagenplanern Cappatti-Staubach (Berlin) übertragen.
Diese Planung war eingebunden in eine Außenbereichs-Gesamtplanung, die sich zwischen die denkmalgeschützten Bauten der alten Kinderklinik und den im Norden anschießenden Gebäuden aus den 50er Jahren spannt.
Die besondere Herausforderung lag darin, die Spielelemente und notwendigen Einzäunungen in die Gesamtgestaltung zu integrieren, um trotz unterschiedlicher Nutzungen ein einheitliches Gesamtbild zu erreichen.

Das Projekt wurde 2014 vom BDA mit einer Hugo-Häring-Auszeichnung bedacht und erhielt im Oktober 2015 den Hugo-Häring-Landespreis.

Projektdaten

Bauherr:
Land Baden-Württemberg, vertreten durch Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Karlsruhe

Projektleitung:
Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Karlsruhe
Frau Gisela Redeker-Elliger

Architekt:
BFM Architekten, Berlin

Bauleitung:
Stieß Windbiel Architekten, Karlsruhe

Außenanlagen:
Capatti Staubach, Berlin

Tragwerksplanung:
Mohnke-Höss Bauingenieure, Freiburg

HLS-Planung:
Bauer TGA, Bruchsal

Elektro-Planung:
IBE Ingenieurbüro, Karlsruhe

Gesamtbaukosten 4,94 Mio. Euro

Nutzfläche 1.464 m²

Bauzeit Dezember 2011 bis Dezember 2013


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